Die Whitelist der GGL: Erlaubte Anbieter öffentlich einsehen
Ob ein Wettanbieter in Deutschland über eine gültige Erlaubnis verfügt, lässt sich ohne großen Aufwand überprüfen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt eine öffentlich zugängliche Liste aller Unternehmen, die eine Erlaubnis für Sportwetten, virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker erhalten haben. Diese Liste wird im Sprachgebrauch häufig als Whitelist bezeichnet.
Was die Liste enthält
Für jeden Erlaubnisinhaber nennt die Liste den Namen des Unternehmens, den Sitz, die Art der Erlaubnis und die Internetadressen, unter denen das Angebot betrieben werden darf. Dieser letzte Punkt ist besonders wichtig: Eine Erlaubnis gilt nur für die eingetragenen Domains. Betreibt ein Unternehmen daneben weitere Seiten, die nicht aufgeführt sind, fallen diese nicht unter die Erlaubnis.
Die Liste wird laufend aktualisiert. Neue Erlaubnisse werden eingetragen, widerrufene oder abgelaufene Erlaubnisse entfernt. Wer sich auf eine ältere Fassung verlässt, kann daher ein falsches Bild erhalten.
Rechtliche Bedeutung
Die Veröffentlichung der Liste ist im Glücksspielstaatsvertrag ausdrücklich vorgesehen. Sie dient der Transparenz gegenüber Spielern und schafft zugleich eine Grundlage für Banken und Zahlungsdienstleister. Diese dürfen Zahlungen im Zusammenhang mit Glücksspiel nur abwickeln, wenn der Empfänger über eine Erlaubnis verfügt. Die Liste ist das Instrument, mit dem sie das feststellen können.
Für Spieler hat die Eintragung eine praktische Folge: Nur bei gelisteten Anbietern greifen die gesetzlichen Schutzmechanismen wie das anbieterübergreifende Einzahlungslimit und die Anbindung an die Sperrdatei. Bei nicht gelisteten Angeboten fehlen diese Sicherungen vollständig.
Grenzen der Aussagekraft
Die Liste sagt nichts über die Qualität eines Angebots aus. Sie belegt lediglich, dass die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ob Quoten, Auszahlungsdauer oder Kundenservice den eigenen Erwartungen entsprechen, muss jeder für sich bewerten. Die Liste ist eine notwendige, aber keine hinreichende Grundlage für die Wahl eines Anbieters. Sie beantwortet die Frage nach der Legalität, nicht die Frage, ob ein Angebot zu den eigenen Bedürfnissen passt.